Großrevision des Uniper-Pumpspeicherkraftwerks Waldeck 1
Pumpspeicherkraftwerke existieren teilweise schon seit mehr als 100 Jahren. Mit den zunehmenden, aber naturgemäß wechselhaften Einspeisungen aus Sonne und Wind werden Pumpspeicherkraftwerke aber immer wichtiger. Denn in der Energiewende kann diese besondere Art der Kraftwerke eine wichtige Rolle einnehmen, da Wasserkraft die größte, älteste und zuverlässigste Form der erneuerbaren Energieerzeugung ist. Pumpspeicherkraftwerke sind also eine ideale Ergänzung zu anderen erneuerbaren Energien wie Wind- und Sonnenkraft. Sie können die witterungs- und tageszeitabhängige Einspeisung ausgleichen und so zur Stabilität der Stromnetze beitragen.
Die Pumpspeicherkraftwerke Waldeck 1 und 2 haben mit einer Leistung von insgesamt 550 MW einen entscheidenden Anteil an der gesamten deutschen Pumpspeicherleistung und spielen somit eine zentrale Rolle. In den kommenden zwei Jahren unterzieht sich das PSW Waldeck 1 einer umfassenden Großrevision, um seine Leistungsfähigkeit für die zukünftigen Anforderungen der Energiewende zu sichern. Dabei übernehmen wir als Bauunternehmen eine zentrale Rolle bei der Umsetzung dieses bedeutenden Infrastrukturprojekts und leisten es einen Beitrag zur Netzstabilität und zur Integration erneuerbarer Energien.
Herausforderungen und Umweltaspekte
Die Bauarbeiten erfolgen in einem anspruchsvollen Umfeld: Das PSW Waldeck 1 befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark Kellerwald-Edersee. Daher werden alle Maßnahmen unter strikter Einhaltung umweltrechtlicher Vorgaben durchgeführt. Zusätzlich sind Teile der Anlage, darunter das historische Windenhaus, als Industriedenkmal geschützt. Ein weiterer besonderer Aspekt des Projekts ist die Bauzeitplanung. Die Hauptarbeiten im Oberbecken können nur während der für die Baustelle jährlich festgelegte Betriebspause von März bis September durchgeführt werden. Außerhalb dieser Zeiträume werden Arbeiten durchgeführt, die den laufenden Betrieb nicht beeinträchtigen.
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